
Im Rahmen einer neu gegründeten Arbeitsgemeinschaft haben Herr Thomas Behringer, Frau Göppel Lisa und Herr Daniel Weber in Absprache mit dem BVS eine schulische Initiative zur Aufklärung über Extremismus ins Leben gerufen. Ziel dieser Arbeitsgemeinschaft ist es, Schülerinnen und Schüler fundiert über extremistische Ideologien zu informieren, deren Gefahren aufzuzeigen und konkrete Hilfestellungen im Umgang mit entsprechenden Tendenzen zu geben.
Den Auftakt der Initiative bilden drei Theateraufführungen des UEtheaters aus Regensburg mit dem Stück „Ich bin kein Nazi, …“. Insgesamt nahmen über 300 Schülerinnen und Schüler an den Vorführungen teil.
Das Theaterstück thematisiert in eindrucksvoller Weise den Umgang mit rechtspopulistischen Aussagen im Alltag. Im Zentrum steht ein offen auf der Bühne ausgetragener Meinungsstreit zwischen zwei vermeintlichen Schülerinnen und Schülern der Schule, dargestellt von den Schauspielenden des UEtheaters. Während eine Figur rechtspopulistische Positionen vertritt, repräsentiert die andere den häufig von rechten Gruppen diffamierten „Gutmensch“. In diesem Spannungsfeld werden Aussagen kritisch hinterfragt, ihr Wahrheitsgehalt überprüft und insbesondere deren antidemokratischer Kern herausgearbeitet.

Ein zentrales Element der Aufführung ist die aktive Einbindung des Publikums. Jeder Themenkomplex endet mit einer Frage an die Schülerinnen und Schüler, die sich an aktuellen Studien zur Verbreitung rechtspopulistischer und rechtsextremer Einstellungen orientieren. Darüber hinaus werden einzelne Schülerinnen und Schüler direkt in das Bühnengeschehen integriert, wodurch eine intensive Auseinandersetzung mit den Inhalten ermöglicht wird.
In einer abschließenden persönlichen Rückblende wird zudem beleuchtet, aus welchen individuellen und gesellschaftlichen Gründen sich junge Menschen extremistischen oder autoritären Weltbildern zuwenden können. Dieser Perspektivwechsel trägt dazu bei, ein tieferes Verständnis für Radikalisierungsprozesse zu entwickeln.
Im Anschluss an die Aufführungen wurden die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler befragt. Die Auswertung der Ergebnisse erfolgt in den kommenden Tagen und wird als Grundlage für die weitere inhaltliche Arbeit dienen.
Als nächste Schritte sind vorgesehen:
- eine gezielte Lehrerfortbildung zur Thematik Extremismus,
- die Entwicklung und Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien, insbesondere für die sogenannte „Verfassungsviertelstunde“,
- sowie die Konzeption einer Informationsausstellung in Kombination mit Lernzirkel-Einheiten.
Die Auftaktveranstaltung stellt damit einen gelungenen Startpunkt für eine nachhaltige und umfassende Auseinandersetzung mit dem Thema Extremismus im schulischen Kontext dar.
Bilder und Text: Daniel Weber








