Am 21. April 2026 trafen sich rund 25 Lehrkräfte unterschiedlichster Schulgattungen zu einer spannenden und praxisnahen Fortbildung an den Lechwerken in Gersthofen. Unter den Teilnehmenden waren auch Eva Fischer und Claus Holzheu, die die Berufsschule Lauingen vertraten. Ziel des Tages war es, die Wasserkraft als unverzichtbaren Baustein einer erfolgreichen Energiewende genauer zu beleuchten.

Nach einer herzlichen Begrüßung durch die LEW-Bildungsinitiative „3malE“ startete die Gruppe direkt in die fachliche Thematik. In einem fundierten Theorieteil wurde zunächst der Mechanismus nachhaltiger Wasserkraft erörtert. Besonders intensiv diskutierten die Teilnehmer dabei die Bedeutung der Wasserkraft als verlässliche Grundlastenergie – eine Eigenschaft, die nach dem Ausstieg aus der Kernenergie für die Stabilität der Netze und die Bezahlbarkeit der Energiewende von zentraler Bedeutung ist.

Das theoretische Fundament wurde im Anschluss durch eindrucksvolle Praxiseinblicke ergänzt. Bei einer Führung durch das Wasserkraftwerk Gersthofen konnten die Lehrkräfte die Technik der Stromerzeugung hautnah erleben. Eng mit dem Betrieb eines Laufwasserkraftwerks verbunden ist auch das Thema Sicherheit: Im nächsten Programmpunkt wurde den Anwesenden detailliert erläutert, wie das Kraftwerk in die regionale Katastrophenvorsorge eingebunden ist und welch wichtige Rolle es beim aktiven Hochwasserschutz spielt.

Nach einer gemeinsamen Mittagspause, die viel Raum für kollegialen Austausch bot, verlagerte sich das Programm an die frische Luft. Bei einer geführten Wanderung durch die angrenzenden Lechauen wurde nicht nur die einzigartige Flusslandschaft erkundet, sondern auch das Projekt „Contempo“ vorgestellt. Dieses veranschaulichte eindrucksvoll, wie sich regenerative Energieerzeugung und angewandter Naturschutz am Lech erfolgreich vereinen lassen.

Die Exkursion bot den Lehrkräften wertvolle, praxisnahe Einblicke und zahlreiche neue Impulse, um das komplexe Thema der Energiewende anschaulich in den eigenen Unterricht zu integrieren.

Bild und Text: Claus Holzheu