
Vom 18. bis 20. März 2026 wurde Göttingen zum zentralen Knotenpunkt für die Ausbildung in den umwelttechnischen Berufen. Vertreter verschiedener Berufsschulen aus dem gesamten Bundesgebiet kamen zusammen, um einen intensiven Workshop zur Umsetzung des aktuellen Rahmenlehrplans zu absolvieren. Im Fokus der drei Tage stand dabei eine der anspruchsvollsten Etappen der Ausbildung: die Lernsituationen im dritten Ausbildungsjahr aber auch Vorträge aus der Technik.
Kollegialer Austausch
Die besondere Dynamik des Workshops ergab sich aus der Vielfalt der teilnehmenden Standorte. Da die technische Ausstattung der Schulen deutschlandweit stark variiert, bot die Veranstaltung eine wertvolle Plattform, um über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Wo die eine Schule über hochmoderne Labortechnik verfügt, punktet eine andere mit innovativen digitalen Simulationsmodellen.
Dieser Kontrast wurde nicht als Hindernis, sondern als Chance begriffen. In Arbeitsgruppen wurden kreative Konzepte entwickelt, wie Lerninhalte trotz unterschiedlicher Voraussetzungen auf einem gleichbleibend hohen Niveau vermittelt werden können.
Impulse aus Lauingen
Auch die Berufsschule Lauingen war mit gebündelter Fachkompetenz vertreten. Claudia Cavaliere, Eva Fischer, Cornelia Zeller und Claus Holzheu brachten ihre Erfahrungen aus dem Schulalltag ein und nahmen im Gegenzug frische Impulse für die heimischen Werkstätten und Klassenzimmer mit.
„Der Austausch zeigt, dass wir vor denselben Herausforderungen stehen: Wie bereiten wir die Fachkräfte von morgen optimal auf die komplexen Anforderungen der Umwelttechnik vor? Die Vernetzung hilft uns, das Rad nicht jedes Mal neu erfinden zu müssen“, so der Tenor der Teilnehmer.
Praxisnähe im Fokus
Neben der Theorie stand vor allem die Didaktik der Lernsituationen im Mittelpunkt. Es ging darum, praxisnahe Szenarien zu entwerfen, die die Auszubildenden im dritten Jahr auf ihre Abschlussprüfungen und den anschließenden Berufsweg vorbereiten – von der Abwassertechnik bis hin zum Ressourcenmanagement.
Der Workshop endete mit einem klaren Fazit: Die bundesweite Kooperation ist essenziell, um die Qualität der umwelttechnischen Ausbildung langfristig zu sichern und an den technologischen Wandel anzupassen. Göttingen war hierfür ein wichtiger Meilenstein.
Text: Claus Holzheu
Bild: Daniel Schween, Marktplatz mit Altem Rathaus und Fußgängerzone zugeschnitten, Goettingen Marktplatz Oct06 – Göttingen – Wikipedia








